Mein Landwirtschaftsblog

Trautes Heim, Glück allein?

Dank der wundervollen "Aktionsprogramme" beziehungsweise Kuppelshows, wie "Bauer sucht Frau", welches von einem bestimmten privaten Fernsehsender ausgestrahlt wird, braucht sich der gemeine Landwirt nicht mehr mit dem kleinen Angebot des eigenen Dorfes zufrieden geben oder angstvoll einer einsamen Zukunft entgegenblicken. Denn die wirtschaftliche Situation ist bereits unrosig genug, da soll es dann doch wenigstens in der Liebe besser aussehen.

Eine andere Luft

Für Städter ist der Umstieg auf ein Landleben gar nicht so einfach: Statt der wohlriechenden Autoabgase beherrschen nun Kühe, Schweine und Dung die Luft, was anfangs äußerst unangenehm sein kann. Der Supermarkt um die Ecke ist der Hühnerstall und die gesellschaftlichen Ereignisse beschränken sich auf den Besuch der lieben Schwiegereltern. Eine echte Bekanntschaft zu machen, ist hier immer ein wenig schwerer. Zugegeben, dass ist das klischeehafte Bild eines Großstadt-Liebhabers, der sich noch nie für eine längere Zeit in einem Dorf aufgehalten hat. Denn lasst euch gesagt sein liebe Städter, in manchen ländlichen Gegenden steppt der Bär ganz schön dolle.

Dorf ist nicht gleich Dorf

Doch nicht alle auf dem Dorf lebenden Menschen sind Bauern. Die meisten sind sogar wohlhabendere Leute, die in ihrer Residenz die Ruhe genießen und relaxt auf der Veranda sitzend über die Hektik, Unfreundlichkeit sowie Arroganz der gemeinen Stadttaube sinnieren. Ja, auch dass ist ein Klischee. Nichtsdestotrotz, sowohl das Land mit all seinen selbst produzierten Lebensmitteln, wie Milch und Käse, als auch die Stadt mit all seinen Freizeit- und Jobmöglichkeiten, haben ihre Vor- sowie Nachteile. Drum sei die Wahl gut überlegt.