Mein Landwirtschaftsblog

Hier siehts aus wie im Kuhstall

Frische Landluft

Wer etwas für seine Gesundheit tun will, geht in die freie Natur. Bekanntlich tut frische Landluft gut und kurbelt den Kreislauf an. Doch wenn es an einem frisch gedüngten Feld vorbeigeht, sind alle guten Vorsätze passé. Bei diesem fürchterlichen Gestank würde man doch am liebsten die schlimmsten Autoabgase einatmen.
In der Landwirtschaft gibt es viele eklige Gerüche, an die sich der Bauer schnell gewöhnt. Oft lästern Stadtbewohner über den himmlischen Duft bei Menschen vom Land. Diese gemeinen Vorurteile kommen von dem Gestank, den die Gülle verursacht. Zwar mag es einige Exemplare geben, denen der Gebrauch einer Dusche zu den Fremdwörtern gehört, doch die meisten Menschen auf dem Land sind gepflegt. Sie duften nach Rosen und strömen eine positive Atmosphäre aus. Gut, übertreiben wollen wir nun auch nicht. Aber auf jeden Fall ist der widerliche Gestank ein Vorurteil.
Böse Zungen behaupten häufig, wie unorganisiert es auf dem Land doch aussieht. Alles liegt wild verstreut in den Ecken herum, da es schließlich genug Platz gibt. Daher kommt auch der Ausdruck "Hier siehts aus wie im Kuhstall". Die armen Kühe fühlen sich bei solchen Worten bestimmt böse beschimpft und das nicht ohne treffenden Grund. Wieso sollte in einem Kuhstall Unordnung herrschen? Regale bieten für jeden Gegenstand seinen zugewiesenen Ort an. Alles hat seinen festen Platz und auf Hygiene wird großen Wert gelegt. Krankheiten könnten sich schnell ausbreiten und andere Tiere befallen. Von dem her ist ein Kuhstall gar nicht so dreckig, wie er gerne gemacht wird.

Ordnung muss sein
Ein ordentlicher Haushalt erfordert eine straffe Führung. Ohne einen Putzteufel verkommt die Bude schnell zum Mülleimer. Damit das nicht passiert, sollte ein fester Putzplan aufgestellt werden. Wer alleine wohnt, hat mit der Ordnung eher weniger Probleme. Doch in einer WG kommt es häufig zu Meinungsverschiedenheiten. Eine Person besteht auf klinische Sauberkeit, während es die andere nicht einmal hinbekommt, ihre eigenen Klamotten zu waschen. Solche Geschichten schreibt eben nur eine Studentenbude.
Im Endeffekt ist es sogar fast schon eine Beleidigung für die armen Kühe, mit dreckigen Studenten verglichen zu werden. Damit das Sprichwort keinen Wahrheitsgehalt annimmt, sollte jeder nach sich selbst schauen. Wer eine saubere Wohnung hat, führt im Normalfall auch ein erfolgreiches Leben. Denn Erfolg drückt sich nicht nur im Beruf aus, er fängt in den kleinen Dingen des Alltags an. Wer ordentlich ist, zeigt Liebe zum Detail. Beistelltische werden nach dem Mittagessen sofort von ihrer dreckigen Last befreit, kein Papier liegt unsortiert auf dem Boden herum. Es versperrt kein unnötiger Gegenstand den Gang, getragene Kleidungsstücke finden sofort ihren Weg zum Wäschekorb. Das Alles bringt nicht nur Sauberkeit und Ordnung ins Leben, Gäste erfreuen sich an einem solchen hygienischen Gastgeber - vor allem wenn es um ein Dinner geht.

Maßnahmen gegen Schmutzfinken
In einer WG kann es nun einige Schmutzfinken geben. Sie verhalten sich so, als ob sie im Kuhstall wären. Müll landet auf dem Boden und auf Sauberkeit wird kein großer Wert gelegt.
Ein Putzplan sollte die erste Maßnahme gegen Dreck sein. Wenn das nicht fruchtet, kann eine Beschwerde beim Vermieter helfen. Sollte es sich dabei um ein offizielles Studentenwohnheim handeln, erhalten die Schmutzfinken schnell Post von der zuständigen Behörde. Doch auch in einer normalen Wohnung kann eine Kündigung aus solchen Gründen erfolgen.
Missachten wir nun alle rechtlichen Gründe und betrachten uns das soziale Zusammenleben. Müll stört andere Menschen, denn wer will schon den Dreck von anderen genießen? Couchtische werden voll mit Tellern geladen, die erst noch abgespült werden müssen. Ein appetitlicher Anblick, bei dem das Wasser im Mund zusammen läuft! Wer alleine wohnt, kann diese gerne paar Stunden stehen lassen. Doch spätestens wenn Besuch kommt, wird diese Unordnung zum peinlichen Gesprächsthema.