Der Techno-Landwirt
Dank der Industrialisierung haben wir vor allem im Technologie-Sektor einen enormen Aufschwung zu verzeichnen. Diesen Aufschwung hat auch unsere Landwirtschaft am eigenen Leibe gespürt und spürt sie noch, was in der jüngsten Vergangenheit allerdings keine sonderlich positiven Resultate zur Folge hatte. Denn obgleich eine Erleichterung des direkten Arbeitsprozesses erfolgte, aufgrund des technischen Fortschritts, und eine beachtliche Produktivitätssteigerung seit dem Jahr 1900 erzielt werden konnte - um 1900 ernährte ein Landwirt ca. 4 und heutzutage ca. 143 Personen mit seinen Erzeugnissen - sinkt der Stellenwert des Agrarsektors stetig.
Die vergessenen Freuden
Deutschland ist kein Agrarland, dass wissen wir alle, vielmehr wird importiert was das Zeug hält. Aber wissen wir Verbraucher eigentlich um den Wert landwirtschaftlicher Erzeugnisse, vorzugsweise aus der Heimat? Die meisten Menschen nehmen Brot, Eier und Milch als selbstverständlich hin, denn diese Produkte gibt es ja haufenweise in allen Supermärkten und darüber hinaus. Doch diese Grundnahrungsmittel müssen erst einmal hergestellt werden und das bewerkstelligen unsere Landwirte.
Ohne Milch, kein Käse
Immerhin können wir uns nicht umsonst als Brot-Nation Nummer 1 rühmen, in der es das reichhaltigste und köstlichste Repertoire an Brot sowie Brötchen gibt. Man stelle sich nun vor, die wirtschaftliche Situation der Landwirte geht weiter Berg abwärts - 2010 konnte glücklicherweise wieder ein kleiner Aufschwung verzeichnet werden - und erreicht eines Tages so einen tiefen Punkt, dass auch hier (wieder) dauerhaft gestreikt wird oder massenhaft Betriebe Pleite gehen. Zurück bleiben ganz viele Städter, die für ein wenig Milch und Brot aus dem Ausland sparen müssen - nearly Worst-Case-Szenario natürlich. Nur gut, dass wir immer sehr gerne bereit sind, mehr für unsere geliebten Grundnahrungsmittel zu löhnen, um die Landwirte zu unterstützen.